Laufen im Winter
Wer sein Lauftraining im Winter nicht auf dem Laufband eines Fitnesscenters oder im heimischen Keller verbringen möchte, hat einiges zu beachten.
Worauf es ankommt, wollen wir Ihnen in diesem Artikel schildern.
Kleidung
Am wichtigsten im Winter ist es, sich vor Erkältungen zu schützen. Dazu gehört zum einen die richtige Kleidung, aber auch bei der Atmung muss man etwas beachten um keinen Schaden zu nehmen.
Achten Sie auf Kleidung die verhindert, dass Sie mit naßgeschwitzten Sachen plötzlich in der Kälte stehen. Hier hat sich die Funktionsunterwäsche für Sportler als sehr tauglich erwiesen. Diese transportiert den Schweiß sofort vom Körper weg nach außen und trocknet auch sehr leicht.
Den gleichen Effekt sollte auch das Trikot, die Jacke und auch die Laufhose erfüllen.
Besondere Beachtung kommt dem Schutz des Kopfes vor der Kälte zu.
Der Mensch verliert zwischen 30 und 50 Prozent seiner Körperwärme über den Kopf. Dieser Umstand ist der Tatsache geschuldet, dass das Gehirn eine permanente und gute Versorgung mit Sauerstoff braucht. Es wird also ständig Blut in den Kopf transportiert, dass dort auch entsprechend abkühlt.
Deshalb ist eine Mütze beim Lauftraining im Winter fast obligatorisch.
Wem der gute, alte Wollpudel zu kratzig und zu warm ist (besonders wenn man schwitzt) der sollte sich im Ski-Bereich mal umschauen.
Die Mützen sind speziell für Sportler konzipiert und sind nicht zu warm und angenehm zu tragen.
Sichtbar sein
Besonders in der dunklen Jahreszeit sollte zusätzlich auf gute Sichtbarkeit geachtet werden. Und zwar ist hier gemeint, wie man von anderen gesehen wird. Nicht umgekehrt... :-)
Wer an befahrenen Straßen läuft, kann unter keinen Umständen auf eine gewisse Eigenbeleuchtung verzichten.
Die Kleidung sollte zu einem gewissen Anteil aus reflektierenden Elementen bestehen.
Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Ich persönlich ziehe mir im Dunkeln immer eine Warnweste über, die es in jedem Auto geben sollte.
Zugegeben, das sieht zwar nicht besonders cool aus, doch wenn man von einem Auto erfasst wurde, sieht man noch wesentlich uncooler aus.
Wem das trotzdem zu viel sein sollte, der kann auf an Fuß oder Arm anklickbare Reflektorbänder zurückgreifen (Bekommt manchmal als Werbegeschenk oder im Sportgeschäft).
Es gibt Sportler die stecken sich noch ein kleines Blinklicht (eigentlich für Fahrrad gedacht), hinten an die Hose.
Wer es hingegen vorzieht im Wald zu laufen, kommt im Winter ohne Beleuchtung nicht aus. Die meisten von uns laufen nach Feierabend. Da ist naturbedingt dunkel auf der Laufstrecke. Eine Taschenlampe in der Hand ist aus naheliegenden Gründen nur begrenzt sinnvoll und hinderlich.
Besser hingegen ist eine Stirnlampe, wie sie von Bergsteigern eingesetzt wird. Dank der Entwicklung der Technik in diesem Bereich, geben diese wirklich gutes Licht und man hat die Hände frei.
Dieser Punkt ist nicht zu vernachlässigen.
Ich bin in der Dunkelheit mal über eine Wurzel gestolpert. Es folgte ein nach vorne Stolpern, das von einem Baum gestoppt wurde.
Die Sprüche meiner Kollegen, wegen meines zerschrammten Gesichtes höre ich mir nie wieder an....
Atmung
Das Atmen im Winter sollte im nach folgendem Muster erfolgen.
Durch die Nase ein (ggf. zweimal) und durch den Mund aus.
Diese Vorgehensweise hat den Vorteil, dass die Luft schon etwas vorgewärmt ist, bevor sie in die Lunge strömt.
Auf diese Weise können Sie das Risiko einer Atemwegserkrankung weitestgehend ausschließen.


