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Schwimmbrille

Die Schwimmbrille ist nicht nur für Hochleistungssportler und Wettkampfschwimmer ein wichtiges Hilfsmittel.

Auch Freizeitschwimmern kann das Tragen einer Schwimmbrille wärmstens empfohlen werden. Wasser in die Augen zu bekommen, wird von den meisten Menschen als unangenehm empfunden. Da das Wetter in Deutschland meist eher schlecht ist, sind Schwimmer in der Regel auf den Besuch eines Hallenbades angewiesen.
Das Chlorwasser wird jedoch häufig schlecht vertragen. Gerötete Augen und Bindehautentzündungen können die Folge sein.

Die Schwimmbrille schützt einerseits die Augen vor dem Kontakt mit Wasser und andererseits ist das Sehen unter Wasser mit einer Schwimmbrille wesentlich besser möglich, da die Augen nicht so gereizt werden. Somit wird die Verletzungsgefahr unter Wasser durch Zusammenstösse verringert.

Auch auf die Körperhaltung wirkt sich das Tragen einer Schwimmbrille positiv aus. Wer ohne Schwimmbrille in Bauchlage schwimmt, wird versuchen, den Kopf möglichst über Wasser zu halten. Diese starre Körperhaltung stellt für den Rücken der Schwimmer eine unnötige Belastung dar.

Wer beim Schwimmen eine Schwimmbrille trägt, kann sich ganz natürlich durch das Wasser bewegen, ohne befürchten zu müssen, Wasser in die Augen zu bekommen. Dies trifft natürlich erster Linie auf Schwimmlaien zu. Richtige Schwimmer werden sich aus bekannte Gründen davor hüten, permanent den Kopf über Wasser zu halten.

Moderne Schwimmbrillen bestehen aus zwei kleinen Hartplastikschalen und sind in unterschiedlichsten Ausführungen im Handel erhältlich. Einige Modelle sind mit Dichtungsringen aus Gummi oder Silikon ausgestattet, bei anderen Modellen ist keine Dichtung vorhanden. Die Brillengläser sind mit einem schmalen Kunststoffstrang verbunden und können somit auf den Abstand der Augen des Schwimmers eingestellt werden. An den Außenseiten der Brillengläser befindet sich ein Gummiband, das um den Kopf des Sportlers gelegt wird. Somit erhält die Schwimmbrille einen optimalen Halt.

Beim Kauf einer Schwimmbrille stehen weder der Preis, noch das Aussehen oder der Hersteller im Vordergrund. Das wichtigste ist, dass die Schwimmbrille genau auf das Gesicht und die Augen passt und kein Wasser herein lässt. Sie sitzt erst dann perfekt, wenn sie um die Augen herum einen leichten Sog entwickelt. Hierbei sollte beachtet werden, dass sowohl die Gesichtsform als auch die Augenpartie bei Frauen schmaler ist als bei Männern.

Die optimale Schwimmbrille muss nicht zwangsläufig ein Vermögen kosten, manchmal ist die preisgünstigste Schwimmbrille, die nur wenige Euro kostet, am besten geeignet. Je nach Art der Schwimmbrille sind die unterschiedlichen Modelle zwischen 5 und 60 Euro in Sportfachgeschäften erhältlich.

Um die genaue Passform prüfen zu können, sollte die erste Schwimmbrille besser im Geschäft gekauft werden. Lassen Sie sich bei der Anprobe ausreichend Zeit und testen Sie unbedingt mehrere Modelle der unterschiedlichen Hersteller.

Verschiedene Schwimmbrillenarten
Die Schwedenbrille
Die Schwedenbrille besteht lediglich aus zwei Hartschalen aus Plastik, die mit einem auswechselbaren Gummiband verstellt werden kann. Somit kann der Augenabstand der Schwedenbrile verändert werden, wodurch die Brille einen optimalen Sitz erhält. Zusätzlich verfügt die Schwedenbrille auch über ein verstellbares Kopfband aus Gummi.

Der Unterschied zu anderen Schwimmbrillen liegt bei der Schwedenbrille darin, dass auf eine Dichtung komplett verzichtet wird. Sie hat einen harten Kunststoffrand und liegt tief in der Augenhöhle, weshalb sie perfekt sitzen muss, um kein Wasser durch zu lassen. Für viele Schwimmer ist die Schwedenbrille optimal geeignet, andere wiederum finden sie unbequem und unkomfortabel. Aufgrund der Form erzielt die Schwedenbrille allerdings einen sehr geringen Wasserwiderstand, weshalb man sie häufig bei Wettkämpfen entdecken kann.

Die Schwedenbrille besticht vor allen Dingen durch ihren günstigen Preis, denn die Brillen sind im Handel bereits ab 5 Euro erhältlich. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Gläser der Schwedenbrille sehr widerstandsfähig sind und somit sehr lange halten.

Sind die Gummibänder der Schwedenbrille porös, können diese praktischer Weise sehr schnell ausgewechselt werden.
Beim Kauf sollte bedacht werden, dass die Brillen bei der Herstellung nicht beschichtet wurden und im Wasser beschlagen können. Vor dem Schwimmtraining muss sie deshalb eingespeichelt werden oder mit einem Antibeschlagmittel bearbeitet werden.

Die Luxus-Schwedenbrille
Wie man sich beinahe denken kann, handelt es sich bei der Luxus-Schwedenbrille um eine abgeänderte und verbesserte Form der Schwedenbrille. Die Luxus-Variante hat einen weichen Rand aus Silikongummi, weshalb sie bequemer zu tragen ist als die normale Schwedenbrille. Auch das Kopfband besteht aus Silikon, das auf Chlorwasser und Sonnenlicht weniger empfindlich reagiert wie normales Gummi.

Außerdem verfügt die Luxus-Brille über einen Nasensteg, der sehr leicht zu verstellen ist. Die Schwedenbrille hat an dieser Stelle lediglich ein kleines Gummiband.

Luxus-Schwedenbrillen sind im Handel auch mit getönten und entspiegelten Gläsern erhältlich, was besonders vorteilhaft ist, wenn in den frühen Morgenstunden oder am Abend bei tiefstehender Sonne im Freibad trainiert wird. Für Schwimmer, die im Hallenbad trainieren, reicht eine Schwimmbrille mit ungetönten Gläsern jedoch völlig aus.

Ebenso gibt es Luxus-Schwedenbrillen, die über eine spezielle Beschichtung verfügen, damit die Gläser während des Trainings nicht beschlagen. Hier kann man zwischen Brillen wählen, die beschichtet wurden oder aber aus Kunststoff bestehen, das nicht beschlagen kann. Auch wenn die Luxus-Schwimmbrille angenehmer zu tragen ist als die normale Schwedenbrille, heisst das noch lange nicht, dass jeder Schwimmer mit der Luxus-Variante zurecht kommt. Wer hier kein absolut passendes Modell findet, dem bleibt keine andere Möglichkeit, als auf eine Silikon-Schwimmbrille zurück zu greifen.

Die Silikon-Schwimmbrille
Die Silikonschwimmbrille wird auch als „Saugnapfbrille“ bezeichnet und besteht, wie schon der Name sagt, größtenteils aus Silikon. Im Gegensatz zur Schwedenbrille verfügt die Silikonschwimmbrille über etwas größere Gläser, die nicht in den Augenhöhlen sitzen, sondern auf den Wangenknochen aufsetzen. Das Material ist sehr weich und passt sich der Gesichtsform des Trägers genau an. Für viele Schwimmer ist sie deshalb die bequemere Alternative. Durch leichten Druck saugt sich die Brille an der Haut fest. Gerade deshalb ist es besonders wichtig, dass die Silikon-Schwimmbrille perfekt sitzt und vor dem Kauf angepasst wird. Da die Gläser recht groß sind, bietet die Silikonschwimmbrille ein sehr gutes Sichtfeld. Früher wurde bei der Herstellung anstatt Silikon, Schaumstoff verwendet. Diese Schaumstoff-Schwimmbrillen findet man auch heute noch im Handel. Im Gegensatz zu Silikon dichtet Schaumstoff allerdings wesentlich schlechter ab.
Silikon-Schwimmbrillen sind in den unterschiedlichsten Modellen erhältlich.
Neben getönten oder farbigen Gläsern sind ebenfalls entspiegelte Modelle erhältlich sowie Brillen, die über eine Anti-Beschlag-Beschichtung verfügen.

Die optische Schwimmbrille
Jeder Brillenträger kennt das Problem- während des Schwimmtrainings muss auf die Brille verzichtet werden, was oftmals als sehr unangenehm empfunden wird. Allein die Unfallgefahr erhöht sich hierdurch deutlich.

Jede Art der Fehlsichtigkeit wirkt sich beim Schwimmen negativ aus. Die optische Schwimmbrille ist für Brillenträger perfekt geeignet, da sie über eine vorgefertigte Sehstärke verfügt. Sie kann in den groben Abstufungen zwischen minus 8 und plus 8 Dioptrien bestellt werden. Auch wenn die feinen Abstufungen, wie beispielsweise -2,75 Dioptrien, nicht vorhanden sind, so kommen Kurzsichtige auch mit der Stärke -2,5 Dioptrien zurecht. Die annähernd genaue Sehstärke reicht bei der Anpassung völlig aus. Würde man komplett auf die Brille verzichten, wäre das Sehvergnügen deutlich geringer. Auch Brillenträger mit unterschiedlicher Sehschärfe profitieren von optischen Schwimmbrillen, denn beide Gläser können wahlweise in der entsprechenden Stärke bestellt werden.

Brillenträger sind beim Schwimmtraining extrem benachteiligt. Mit der normale Brille zu trainieren, hat wenig Sinn. Nach wenigen Sekunden würde das Spritzwasser einen ähnlichen Effekt haben, wie das Absetzen der Brille. Alternativ besteht lediglich die Möglichkeit, unter einer normalen Schwimmbrille Kontaktlinsen zu tragen.

Bei Kontaktlinsen besteht allerdings das Problem, dass längst nicht Jeder mit ihnen zurecht kommt.
Ein wesentlicher Vorteil, der für das Tragen einer optischen Schwimmbrille spricht, ist der Preis.

Noch nor einigen Jahren war es recht schwierig, eine optische Brille mit der gewünschten Stärke zu finden. Hinzu kommt, dass die Kosten bei früheren Modellen extrem hoch waren. Im Vergleich zu früher sind die Preise für optische Schwimmbrillen deutlich zurück gegangen. Verschiedene Hersteller bieten Marken-Modelle bereits zu Preisen an, die im Rahmen einer normalen Schwimmbrille liegen.
Bei verschiedenen Anbietern können die Gläser selbstständig ausgebaut und gewechselt werden. Wer neue Gläser benötigt, muss deshalb nicht zwangsläufig die ganze Schwimmbrille auswechseln.

Beschichtete Schwimmbrillen
Jeder, der schon einmal mit einer Schwimmbrille geschwommen ist, kennt das Problem, dass die Brille laufend beschlägt und man seine Umgebung nur noch im Nebel wahr nimmt. Im Handel sind Schwimmbrillen erhältlich, die über eine Anti-Beschlag-Beschichtung verfügen. Solche Modelle sind meist mit der Bezeichnung „No Fog“ gekennzeichnet. Dennoch muss man sagen, dass selbst beschichtete Schwimmbrillen beschlagen können. Meist ist es nötig, zusätzlich dem Beschlagen entgegen zu wirken.
Hier kommen mehrere Möglichkeiten in Betracht.

Das erste und vermutlich bekannteste Mittel gegen das Beschlagen ist der eigene Speichel. Auch wenn viele Schwimmer diesen Vorschlag eklig finden- es hilft wirklich! Die Brille sollte gründlich eingespeichelt werden, einmal kurz unter Wasser getaucht und dann aufgesetzt werden. Anfangs ist die Sicht leicht getrübt, aber nach nur wenigen Schwimmzügen kann man sich über eine uneingeschränkte Sicht freuen.

Wer sich hierzu nicht durchringen mag, kann auch Folgendes versuchen: Vor dem Tragen die Schwimmbrille mit Seifenwasser reinigen. Hierzu eignet sich Duschgel oder auch ein Haarshampoo. Nach dem Reinigen sollte man allerdings nicht vergessen, die Brille gründlich mit klarem Wasser zu spülen.

Das dritte Hilfsmittel, das gegen Beschlagen von Schwimmbrillen hilft, kann in jedem guten Sportfachgeschäft oder im Tauch-Laden gekauft werden. Mit einem so genannten Anti-Fog-Spray wird die Schwimmbrille vor dem Tragen eingesprüht. Anschließend muss man etwa zehn Sekunden warten und die Brille dann unter klarem Wasser abspülen.

Anti-Fog-Sprays können auch bei Schwimmbrillen verwendet werden, die bereits vorbeschichtet waren, aber nicht mehr richtig funktionieren.

Verspiegelte Schwimmbrillen
Zugegebenermaßen sieht eine verspiegelte Schwimmbrille ziemlich cool aus. Das Aussehen sollte für den Schwimmer jedoch eine nebensähliche Rolle spielen, denn verspiegelte Schwimmbrillen haben durchaus ihre Berechtigung.
Sie spielen für Rückenschmwimmer eine wichtige Rolle, da die Verspiegelung den Schwimmer vor den blendenden Sonnenstrahlen schützt. Die Brillen sind in vielen verschiedenen Ausführungen, Farben und Modellen erhältlich. Preislich unterscheiden sie sich kaum von einer normalen Schwimmbrille.

Die richtige Pflege der Schwimmbrille
Hat man erst einmal eine Schwimmbrille gefunden, die optimal sitzt, sollte man darauf achten, diese vernünftig zu pflegen. Auf die Lebensdauer Ihrer Schwimmbrille wird sich die Pflege in jedem Fall auswirken. Hierbei spielt es kaum eine Rolle, ob es sich um eine sehr preisgünstige Schwimmbrille handelt oder um ein sehr hochwertiges Modell.

Ebenso wie bei einer normalen Brille, sind die Gläser besonders empfindlich, weshalb ihnen eine gewisse Pflege zukommen sollte.
Grundsätzlich ist es besser, wenn die Gläser nicht mit den Fingern angefasst werden. Fettflecke, Schmutz sowie bleibende Flecken werden somit vermieden. Gelangt Schmutz auf die Gläser, muss die Schwimmbrille mit Wasser und Seife gereingt werden. Keinesfalls sollte die Brille mit einem trockenen Tuch abgewischt werden, da sonst Kratzer entstehen.

Wer Kratzer auf seiner Schwimmbrille entdeckt, muss sich nicht wundern, dass die Brille laufend beschlägt, denn Kratzer verstärken den Beschlag-Effekt um einiges.
Nach dem Schwimmen sollte die Brille auf keinen Fall abgetrocknet werden. Viel besser ist es, wenn sie nach dem Schwimmen mit klarem Wasser abgespült und nicht abgetrocknet wird. Bewahren Sie die abgetropfte Schwimmbrille in einem verschließbaren, festen Gefäß auf und lassen Sie die Brille zu Hause gut trocknen. Genau wie eine normale Brille können Sie Ihre Schwimmbrille am besten in einem Brillenetui aufbewahren, nachdem sie getrocknet ist.
Jeder Gegenstand, der regelmäßig mit Wasser in Berührung kommt, weist nach einer gewissen Zeit Kalkflecken auf. Dieses Problem besteht auch bei Ihrer Schwimmbrille.

Kalkflecken werden am schonensten mit einem Reinigungsmittel, das Zitronensäure enthält, entfernt. Die Brille wird hierzu einfach in ein kleines Gefäß gelegt, das mit warmen Wasser und Reinigungsmittel gefüllt ist. Verwenden Sie keinesfalls scheuernde Reinigungsmittel. Bei guter Pflege werden Sie bis zu drei Jahre Freude an Ihrer Schwimmbrille haben.

Die Schwimmbrille sicher aufsetzen - aber wie?
Um Verletzungen der Augen zu vermeiden, sollten Sie beim Aufsetzen Ihrer Schwimmbrille Folgendes beachten. Setzen Sie zunächst die Brillengläser auf die Augen, so dass diese sicher und fest sitzen. Anschließend befestigen Sie das Gummi- oder Silikonband um Ihren Kopf. Würden Sie diesen Vorgang umgekehrt ausführen, besteht die Gefahr, dass Ihnen die Brillengläser wegrutschen und auf den Augen aufschlagen. Dies ist nicht nur unangenehm und schmerzhaft. Ist der Aufprall stark genug, ist sogar eine Ablösung der Netzhaut möglich.