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Wie viele Kurven warten noch auf mich?

Ich kämpfe jetzt seit einem Jahr gegen die Depris. Ich kotze nicht mehr und die Kopfschmerzen sind auch besser aber das Gefühl bin ich immer noch nicht los.Bin ich undankbar?

Und ich habe Angst was ich alles noch überstehen muss bis ich wieder Gesund bin. Vielleicht habt ihr schon viel mehr durchgemacht wie ich. Wenn ja erzählt mir doch vielleicht wie es euch ergangen ist. Gute wie schelchte Zeiten, schöne wie traurige Erlebnisse, einfach nur damit ich mich vielleicht nicht mehr so alleingelassen und unverstanden fühle.

Liebe Grüße,

Candy

Kommentare

Bild von bär

Deprierlebnis..........

liebe Candy,

ich kämpfe auch schon seit längerer Zeit gegen diese Depris.

Manchmal überkommt sie uns, ob wir das wollen oder nicht,

sie ist einfach da. Unsere Stimmung........hoffnungslos, alles

scheint so dunkel, wie so eine dunkle Wolke über uns.........

Wir fürchten uns, aus dieser Dunkelheit, dieser Depri nicht

mehr rauszukommen. Wie in einem dunklen grossen Loch,

ohne Licht..........................................................................................

ohne Leiter um wieder rauszukommen..........................................

Menschliche Liebe scheint uns nicht mehr zu erreichen, gut-

gemeinte Worte prallen an uns ab, erreichen und nicht mehr.

Wer reicht uns die Hand, wer kann uns rausziehen aus diesem
dunklen Loch, wer bietet uns so was wie eine Leiter an,

damit wir da wieder rauskommen aus diesem Loch.

Wer hält unsere Dunkelheit, unserer Gefühllosigkeit,

unsere Schmerzen mit uns aus....................................................

wer macht uns Mut.

Gerade in den Depris brauchen wir ganz arg liebevolle

und feste Beziehungen, die uns helfen, die uns auch mal einen

Weg zeigen in unserer Dunkelheit..............................................

die uns auch mal "anschubsen,"

Ein Erlebnis werde ich nicht vergessen.....................................

es war im ersten Jahr meiner Depression. Meine Kinder

waren noch kleiner, und ich wollte meinen Arbeitsplatz

nicht verlieren. So habe ich mich jeden Morgen auf mein

Fahrrad gesetzt, versucht die Depris so gut wie möglich

"wegzufahren", damit ich mein Geld verdienen, und meine

Familie versorgen konnte. Es war eine sehr harte Zeit für

mich, aber irgendwo habe ich es gepackt, konnte Gott sei

Dank grössere Fehler vermeiden..............................................

Mein Leben war aber nur noch arbeiten schlafen essen.........

arbeiten..........schlafen........essen................................................

und meine so lieb Frau hat mich in dieser Zeit so was

von unterstützt, mir Mut gemacht, mir geholfen.....................

letzten Endes haben wir es gemeinsam geschafft.

Und so was verbindet, das schmiedet zusammen, die

Beziehung die Freundschaft wird grösser, und trotz allem

nicht so Gutem, denke ich doch noch gerne an diese Zeit

zurück..............................................................................................

Gebe bitte nicht auf liebe Candy, du bist noch jung, du

hast fast noch ein ganzes Leben vor dir...................................

und es kann und es wird besser werden......................................

Nehme alles in Anspruch was dir helfen kann, Therapien,

auch Klinik, nehme alles mit, tue es für dich...........................

weil du wertvoll bist, weil du ein Recht hast so gut es geht

auf dieser Erde glücklich zu werden.

viele liebe Grüße,

hund und bär.

Ja das kenne ich auch das ich

Ja das kenne ich auch das ich mich nur noch um Uni, Essen und Schlafen gekümmert hab, wobei schlafen allein nicht ging, Uni mir Bauchschmerzen gemacht hat und Essen Übelkeit hervorrief.

Über die Zeit bin ich zum Glück hinweg. Kopfschmerzen gehören aber immer noch zu meinen größten Problemen. Ich finde es manchmal auch schwer zu sehen was wir alles schon geschafft haben und wenn wir ein Jahr zurückgehen wir mehr als froh über unseren heutigen Zustand wären.

Deswegen auch meine Nachfrage. ;)

Bild von bär

die ersten Jahre........

Liebe candy,

die ersten Jahre meiner Depression waren die schlimmsten.

Ich hatte keine Ahnung, mich vorher nie so gross mit Depris

beschäftigt, gut meine gute Mutter war auch noch davon

betroffen.........................................................................................

Es gab damals noch kein abc forum..............................................

wo ich hätte nachfragen können, das Thema Depression

war noch nicht so in der Öffentlichkjeit, und wenn, dann

war es fast nur negativ. Heute hat es sich etwas gewandelt,

weil auch "Stars" sich auten, dass sie mit Depressionen

zu kömpfen hatten, oder noch damit zu kämpfen haben.

Im Zurückschauen muss ich sagen, es geht mir heute viel

viel besser wie am Anfang, ich nehme noch immer meine

Depritabletten, kann sie jetzt aber viel besser akzeptieren

als am Anfang................................, habe jetzt mehr Infor-

mationen, ich weiss eher wo ich in meinem Leben aufpassen

muss....................oder wie ich in der Depression am besten

mit mir selbst umgehe.

Und dafür bin ich auch irgendwo dankbar liebe Candy.......

Ja ich habe noch schlimme Tage, aber nicht mehr so schlimm

wie anfangs....................................................................................

ganz viele liebe Grüße an dich,

hund und bär.